Personalisierung gibt es jetzt auch bei Coca-Cola. Jedoch nicht von Coca-Cola selbst. Die Arbeit macht das Team von chocri, einem Berliner StartUp für individuelle Schokolade. Wie und warum beantwortet uns Michael Bruck.

Seit heute (04.06.) können die bekannten Cola-Flaschen auch mit einem personalisiertem Etikett bestellt werden. Damit ist auch der weltgrößte Getränkehersteller der Personalisierung verfallen. Die komplette Abwicklung, d.h. Logistik, Kundenservice und Bestellverwaltung, erfolgt dabei jedoch nicht durch die Coca-Cola Company selbst, sondern durch die Berliner Schokoladen-Manufaktur chocri.

chocri Geschaeftsleitung Michael Bruck Gründer und Geschäftsführer Michael Bruck hat uns dazu freundlicherweise ganz spontan ein paar Fragen beantwortet und verrät wie es zu der Kooperation mit dem Getränkerießen gekommen ist und welche Herausforderungen gemeistert werden mussten.

MICHAEL BRUCK (CHOCRI) IM INTERVIEW

Heiko [egoo.de]: Wie ist es zu der Kooperation gekommen. Hat Coca-Cola bei euch angefragt?

Michael Bruck [chocri]: Wir haben einige aus dem verantwortlichen Team im letzten Jahr kennen gelernt. Wir kannten uns also schon, als dann die Entscheidung fiel individuelle Etiketten zu machen ist man auf uns zurück gekommen.

Was waren die größten Herausforderungen bei diesem Projekt?

Die Herausforderungen in der Planung und Programmierung waren erträglich. Schwer wird es jetzt die exorbitant große Masse an Bestellungen schnell und qualitativ hochwertig zu bearbeiten. Es ist immer sehr schwer zu schätzen auf wie viel Resonanz solch eine Aktion treffen wird. Allerdings können wir auch bei sehr hohen Bestellvolumen noch pünktlich liefern. Hier helfen uns grade unsere Erfahrungen aus dem Weihnachtsgeschäft weiter, dass uns ja zwingt immer sehr flexibel und schnell zu sein.

Der Text, sprich der Name auf den Etikett, kann, wie sonst im Mass Customization üblich, nicht frei bestimmt werden. Kannst du was zu der Vorauswahl der möglichen Vornamen sagen?

In der Vorauswahl ist eine unheimlich lange Liste an Vornamen und Abwandelungen wie Micha und Michalein usw. jeder kann aber auch selbst Namen zur Freigabe absenden. Es dauert nicht lange und der Name wird freigegeben und kommt mit auf die Liste, so dass alle Kunden danach den Namen gleich verwenden können. Die Namensfreigabe wird von einer Agentur übernommen.

In Österreich rechnet Coca-Cola mit rund 40 Millionen Bestellungen. Kannst du was zu den Produktionsmengen für Deutschland sagen?

Wie schon erwähnt hat sich selbst unser Planungsteam sehr schwer getan eine Menge abzuschätzen. In Zeiten des Web 2.0 kann eine solche Aktion sehr schnell weitreichende Bekanntheit bekommen. Wir sind auf jeden Fall auch auf extrem große Volumina eingerichtet und werden jede Bestellung schnell bearbeiten.

Bei der Menge an potenziellen Bestellungen ist eine on-demand Produktion offensichtlich nicht möglich. Wurden die Etiketten von euch oder einem Partner bereits vorproduziert?

Details zum Produktions- und Bestellprozess können wir leider nicht preisgeben J

Die Abwicklung für ein so großes Unternehmen klingt nach einer ordentlichen Menge Arbeit, bleibt da noch Zeit für euer Kerngeschäft, der individuellen Schokolade?

Ja, in der Produktion wurden schon vorher extra Teams gebildet, die sich entweder mit Coke oder mit chocri befassen. So bleibt unser Kerngeschäft ungestört.

Und zum Abschluss eine Fun-Frage: Wird es dem eure leckere Schokolade auch mit offiziellem Coca-Cola Aroma geben? ;)

Wenn unsere Kunden sich das wunschen ist auch das als Zutat des Montas denkbar. J

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