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Der Einsatz von 3D-Darstellungen bei der Mass Customization

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Eine Untersuchung der Fachhochschule Salzburg und der RWTH Aachen von 500 Onlinediensten belegt, dass Deutschland die Hochburg der Mass Customization ist. Dennoch ist es bisher keinem Unternehmen gelungen, eine echte 3D-Darstellung von individualisierten Produkten ins Netz zu stellen. Warum eigentlich, wo doch klar auf der Hand liegt, dass mit brillanten 3D-Darstellungen die Verkaufschancen der Mass Customization signifikant steigen?

Bisher scheiterten alle Versuche an der Komplexität individualisierter 3D-Darstellungen. Ist es schon schwer genug, ein Massenprodukt in 3D konfigurierbar zu machen, so schien es vor kurzem noch unmöglich, dies auch mit individualisierten Produkten zu bewerkstelligen. Das Softwarehaus PiX iT hat das bislang Unmögliche realisiert und wurde dafür mit einem Innovationsgutschein des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Gerhard Märtterer interviewte exklusiv für egoo den Geschäftsführer und Eigentümer von PiX iT, Bernd Bartolome.

Interview mit Geschäftsführer Bernd Bartolome (PiX iT)

Herr Bartolome, wie kamen Sie auf die Idee mit dem 3D-Konfigurator für individualisierte Produkte?

Bei der Entwicklung der zweiten Generation unserer Software hatten wir von Anfang an das weite Feld der Mass Customization im Visier. Klar war, um neue Produktionskonzepte zu etablieren, ist ein Schlüssel zum Erfolg die Nutzerfreundlichkeit und Bedienbarkeit. Eine wichtige Rolle bei der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine spielt dabei die Visualisierung. Sie bringt abstrakte Daten in eine leicht fassbare Form, vereinfacht Prozesse wesentlich und macht diese effizienter. Aus diesem Grund lag es auf der Hand, dem User maximale Nutzungsqualität zu bieten, letztlich: „What you see is what you get”.

Gibt es inzwischen andere Software-Häuser, die Ihnen Konkurrenz in puncto 3D machen?

Unser Konfigurator, der die 3D Komponente enthält, hat derzeit Alleinstellung in der Welt. Bei 11 MB Größe der Konfigurations-Applikation bieten wir eine umfassende Funktionalität und setzen technologisch noch eins drauf: zum 3D-Merkmal gesellt sich für das Print on Demand eine echte Books on Demand Lösung. Das ist Weltrekord.

Wenn sich 3D als die alles entscheidende Killerapplikation im MC entpuppt, befürchten Sie dann nicht, dass Wettbewerber Ihren 3D-Konfigurator nachbauen werden?

Gebastelt wird zweifelsohne in so mancher Softwareschmiede. Welche Applikationen da mitunter im Print on Demand auftauchen, ist allerdings teils erstaunlich. Und man wundert sich, wie damit Millionenumsätze generiert werden. Andere versuchen den großen Wurf mit Adobes Flex-Technologie und kommen zurzeit über bescheidene Ansätze nicht hinaus. Was sie aber keineswegs daran hindert, ihr Angebot als „Fotobuch, ganz einfach“ zu vermarkten. Wir legen die Messlatte höher. Selbst wenn 3D in der Zukunft in anderen Applikationen auftauchen wird, eine derartige Funktionsvielfalt bei lediglich 11MB Software Größe wie bei den PiX iT Clients, das wird absehbar wohl keiner toppen.

Welche Abstriche in der Technik musste PiX iT hinnehmen, um die 11 MB zu erreichen?

Wir realisieren state-of-the-art. Dass wir einen schlanken Client mit enormem Funktionsumfang entwickelt haben, ist das Ergebnis dieses Anspruchs. Das spiegelt sich in cleaner Architektur und Programmierung. Wir nehmen eher Zeit und Kosten für Forschung und Entwicklung in Kauf als uns mit erreichten Standards zufrieden zu geben. 3D ist dabei nur ein Ergebnis unter anderen Meilensteinen und Komponenten. Unsere Applikationen haben weitere Merkmale, die es so nur bei uns gibt. So haben wir als erste das komplexe Thema Books on Demand integriert – inklusive der Verarbeitung von Textdateien und Fließtext per Drag and Drop.

Aber Wartezeiten beim 3D-Rendern müssen auch Sie den Usern zumuten?

Unsere 3D-Funktion erzeugt beim Rendern unter handelsüblichen CPU keine signifikanten Wartezeiten. Wie komplex das 3D-Objekt auch ist, wir rendern quasi in Echtzeit. Außerdem haben unsere Clients keinerlei Produktbeschränkungen. Wir rendern jedes Produkt. Auch der Wechsel zwischen 3D und Arbeitsansicht verläuft in Echtzeit ohne Rendering-Pause. Wir beherrschen auch die Stofflichkeit. Alle Oberflächen-Beschaffenheit von poliert über seidig bis ledern oder granuliert können wir darstellen.

Wie packen Sie das alles in 11 MB rein?

Generell schreiben meine Ingenieure Codes höchster Qualität.
Nur so bleibt eine Applikation schlank und zukunftsfähig. Ansonsten ist es unser Bestreben, dem Anwender jeweils einen idealen Client anzubieten, der keine Wünsche offen lässt. Auch hinsichtlich des Renderns haben wir einen optimalen Prozess definiert: Wir rendern im Client, wobei die Spezifikationen für Produkte und Stofflichkeit als flexible Parameter aus dem Backend kommen. Diese Prozesse werden so aus- und zusammengeführt, dass der Anwender keine signifikante Wartezeit hat.

Muss ein MC-Shopbetreiber, der Ihren 3D-Konfigurator haben will, letztendlich sein bewährtes Backend auf ein PiX iT Gesamtsystem umstellen?

Wir bieten auch einzelne Komponenten und integrieren diese in Drittsysteme. Wir haben Komponenten modular vorliegen, egal ob 3D-Konfigurator, ERP/Warenwirtschaft, eCommerce, Marketingmodul. Unser System hat Schnittstellen zu beliebigen Fremdsystemen. So können wir hochflexibel auf Geschäftsprozesse und Erfordernisse unserer Kunden reagieren.

Können Sie uns sagen, welcher Shop in Deutschland den 3D-Konfigurator anbieten wird?

Wir liefern schlüsselfertige Technologie ebenso wie White-Label-Komponenten. Wir liefern unser System inklusive 3D Funktionalität an eine Druckerei in Abu Dhabi ebenso wie an den Marktführer in Österreich. Und in Deutschland etwa wird FotobuchXXL auf PiX iT Technologie neuester Generation wechseln.

Serie: Mass Customization — früher, heute und in Zukunft
I. Die Anfänge des Mass Customization
II. Worauf es bei Online-Shops für Individualprodukte besonders ankommt
III. Der Einsatz von 3D-Darstellungen bei der Mass Customization

Veröffentlicht am 19.01.2011 von Gerhard Märtterer
Stichworte: #Interview #Mass Customization
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