Das Mass Customization bereits von zahlreichen großen Unternehmen als Chance erkannt wird, wurde bereits in dem Artikel „Große Marken im Mass Customization“ gezeigt.

Dennoch zeigt sich, dass die großen bekannten und etablierten Unternehmen langsam auf den Trend der Produkt-Personalisierung reagieren. Und genau hier kommt die Chance für junge, noch flexible, Startups.

Eine sinnvolle Verbindung: Klein und Groß
Eine sinnvolle Verbindung: Klein und Groß

Die Vergangenheit hat bereits mehrmals gezeigt, dass auf Mass Customization spezialisierte StartUps durch Ihren Erfahrungsschatz und die hohe Expertise den großen Firmen einiges voraus haben und sich dadurch zu idealen Übernahmekandidaten oder Kooperationspartnern machen.

PARADEBEISPIEL CHOCRI
chocri übernimmt Abwicklung für Coca-ColaDie Berliner Schokoladenmanufaktur chocri hat bereits 2x gezeigt, dass man als junges StartUp auch für große Konzerne interessant sein kann. Lange hatten das Gründerduo von chocri – Franz Duge und Michael Bruck – ihre Schokoladenfabrik komplett aus eigener Tasche finanziert. Im September 2010 ist dann Ritter Sport mit einer Beteiligung in das Unternehmen eingestiegen.

Aber nicht nur Ritter Sport, auch Coca-Cola konnte man von der Expertise bei chocri überzeugen. Für die Kampagne „Share a Coca-Cola“, bei der Coca-Cola Flaschen mit individuellen Etiketten bestellt werden können, hat das Team von chocri die komplette Abwicklung, d.h. Logistik, Kundenservice und Bestellverwaltung, übernommen.

LINDT UND MYSWISSCHOCOLATE
Dem deutschen Beispiel von Ritter Sport und chocri ist man wenig später auch in der Schweiz gefolgt. Zwar sieht hier die Zusammenarbeit etwas anders aus, aber auch im Falle von Lindt und mySwissChocolate vertraut der Große dem Kleinen.

Nach dem Erfolg von mySwissChocolate in der Schweiz hat auch Lindt damit begonnen individuelle Schokolade im eigenen Online-Shop anzubieten. Auch wenn über den Deal nur wenige Details bekannt sind, die Abwicklung der individuellen Bestellung erfolgt wahrscheinlich fast komplett durch mySwissChocolate.

TCHIBO ÜBERNIMMT MYBEANS
Ein weiteres sehr schönes Beispiel ist die Übernahme von mybeans durch Tchibo. 2009 ging das Eggenfelder Unternehmen mybeans an den Start und bot, ähnlich wie Vorreiter sonntagmorgen, die Möglichkeit online den eigenen Kaffee zu mischen. Nach nur drei Jahren wurde das gesamte Unternehmen dann an Tchibo verkauft.

Tchibo Mein Privat Kaffee

FAB.COM GREIFT SICH MASSIVKONZEPT
massivkonzept-fabEine ähnliche Erfolgsgeschichte kann der Möbelbauer Massivkonzept vorweisen. Das 2010 von zwei Schulfreunden gegründete StartUp für individuelle Massivholzmöbel nach Wunsch wurde im Mai diesen Jahres an den New Yorker Designer-Shop Fab.com verkauft.

STICKVOGEL STICKT FÜR BUTLERS
Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben darf der Erfolg von Stickvogel. Obwohl man sich mit Stickerei für ein Form der Personalisierung entschieden hat, bei der man meinen könnte, hier sei keine große Innovation mehr zu erwarten, hat es Stickvogel geschafft die Personalisierung für BUTLERS zu übernehmen. Zum Weihnachtsgeschäft arbeiten die mittlerweile nach Berlin gezogenen Vögel auch für IKEA und besticken live vor Ort Produkte für Kunden.

Fazit

Die Beispiele aus der Vergangenheit zeigen, dass gerade im Mass Customization für StartUps im E-Commerce ein enormes Potenzial steckt. Zudem wird Produkt-Personalisierung in Zukunft mit Sicherheit noch weiter an Bedeutung gewinnen. Die Nachfrage bei Kunden und auch Unternehmen wird also steigen.

Anstatt das x-te StartUp für gebrauchte Klamotten zu gründen, vom nächsten Zalando zu träumen oder sich in das Chaos der Elektronik-Versender zu stürzen, probiert es mal mit Mass Customization.

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