miraqo im Interview
Vor allem der Bereich der individuellen Schokoladen-Tafeln ist ein hart umkämpfter Bereich. Grund genug einen der neueren Anbieter auf dem Markt zum Interview zu bitten. Die geschäftsführende Gesellschafterin Julia Ignatova von miraqo war so nett uns einige Fragen zum Unternehmen zu beantworten.
Hallo Julia, du bist Geschäftsführerin von miraqo. Kannst du dich und dein individuelles Produkt kurz vorstellen?
Ich bin Julia Ignatova, gebürtige Ukrainerin, und lebe seit einigen Jahren in Südtirol, meiner neuen lieb gewonnenen Wahlheimat. Nach meinem Studium habe ich als Projektleiterin für mehrere italienische Firmen an in- und ausländischen Projekten im Immobilien- und Webbereich gearbeitet. Seit Februar 2010 bin ich geschäftsführende Gesellschafterin bei der Miraqo GmbH der ersten Südtiroler Schokoladenmanufaktur. Auf unserer Webseite bieten wir unseren Kunden individuelle Schokolade.
Individuelle Bio-Schokolade also. Wird die Schokolade selbst produziert oder ist die Produktion an einen Partner ausgelagert?
Ja, und soweit wir informiert sind, sind wir auf dem Mass-Customization Markt bis dato auch die einzigen die personalisiete Bio-Schokolade anbieten dürfen. Die Produktion findet bei uns komplett im Hause statt. Wir produzieren aber nicht nur personalisierte Schokolade sondern viele weitere Schokoladenprodukte.
Als miraqo Mitte 2010 gestartet ist, gab es schon eine Reihe an Anbietern für individuelle Schokoladentafeln. Welche Gründe führten dazu trotzdem in diesen Markt einzusteigen?
Wir fanden die Idee sehr spannend und der Erfolg unserer Mitbewerber hat uns angespornt das Geschäftsmodell auch auf Märkte außerhalb Deutschlands zu übertragen. Wir haben uns aber nicht nur auf personalisierte Schokolade spezialisiert sondern bieten eine breite Auswahl an verschiedenen Schokoladenprodukten an. Dabei wollen wir uns vorallem als erste Südtiroler Schokomanufaktur präsentieren, die sich der Verarbeitung von lokalen Produkten in Zusammenhang mit Schokolade verschrieben hat. Wir verwenden, wann immer es nur möglich ist, einheimische Produkte von lokalen Bauernhöfen.
Im Vergleich zu den Mitbewerbern fällt vor allem der internationale Support in Russisch, Italienisch, Deutsch, Englisch und Französisch auf. Wie kam es dazu?
Tja, der große Vorteil der Südtiroler liegt in ihrer Zweisprachigkeit. Hier spricht man sowohl Italienisch, als auch Deusch. Einer unserer Partner ist Franzose und ich spreche noch dazu Englisch, Russisch und Ukrainisch. Da kommt dann schon ein ganz schönes Sprachengewirr zusammen. Wir haben uns also gedacht, warum daraus nicht eine Tugend zu machen und diese zu unserem Vorteil zu nutzen.
Individuelle Produkte lassen bekanntlich viel Freiraum für Kreativität. Was war die kurioseste Bestellung bei euch?
Naja was heißt kurios? Alles ist ja bekanntlich eine Sache des Geschmackes und für den einen mag eine Kreation kurios sein, für den anderen wiederum nicht. Man muss auch dazu sagen, dass wir hauptsächlich Kunden aus Italien und Frankreich haben und diese vorwiegend die traditionellen Kreationen bevorzugen.
Was bringt die Zukunft? Kannst du schon Neuerungen verraten die in der nächsten Zeit auf eure Kunden warten?
Wir arbeiten als 360° Schoko-Unternehmen momentan an vielen Dingen gleichzeitig. Für die personalisierte Schokolade werden wir in Kürze unsere Aktion “La cioccolata unisce l’Italia” (Die Schokolade vereint Italien) starten, in dem wir in den nächsten Monaten ausgewählte kulinarische Spezialitäten aus den 20 Regionen Italiens als Zutaten einführen werden. Vielleicht darf es ja eine Zartbitterschokolade mit Panettone sein? Oder doch lieber Vollmilch mit piemontesischen Haselnüssen?
Welches Wunschprodukt, mit Aufnahme von eurer Schokolade, gehört zu deinen Favoriten?
Ich finde die Idee zur Personalislierung von Pasta eigentlich ganz witzig. Bin mir aber nicht sicher ob es sich als Geschäftsmodell in Italien durchsetzen würde.
Vielen Dank an Julia Ignatova von miraqo für das Interview!
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Die personlisierte und fair gehandelte Bio-Schokolade bietet chocri seit September 2008 an.