niiu stellt Betrieb ein
Auch 2011 kommen wir wohl nicht darum herum zu sehen, wie der ein oder andere Anbieter aufgeben muss. Aktuell trifft es den Berliner Dienstleister InterTi GmbH, der seine individuelle Tageszeitung niiu einstellen muss.

In einem Schreiben an die aktuellen Abonnenten informiert niiu: “Wir haben seit dem 16. November 2009 die weltweit erste individualisierbare Tageszeitung angeboten. Mit dem heutigen Tag müssen wir verkünden, dass wir die Produktion vorerst einstellen. Wir haben mit unserem Team über ein Jahr lang alles gegeben. Am Ende ist es uns bis heute aber nicht gelungen, in die Nähe der avisierten 5.000 zahlenden Leser zu kommen, die nötig sind um mit niiu kostendeckend zu operieren. Aus diesem Grund müssen wir niiu stoppen.”
Aber es gibt dennoch Hoffnung. Spätestens zum Sommer soll niiu in neuer Form wieder verfügbar sein. Wie es in dem Mailing an die Kunden hieß, wollen die Macher nun am Geschäftsmodell “feilen” und “versuchen, niiu noch attraktiver zu machen”. Dafür soll jetzt “ein finanzkräftiger Partner” gesucht werden. Das Versprechen: “Wir kommen wieder.”
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Der gesuchte “finanzkräftige Partner” soll sich sein Geld für Wertigeres als eine personalisierte Zeitung aufsparen. Im Zeitalter von (personalisierbaren) e-Magazinen auf Tabletcomputern braucht kein Mensch mehr eine personalisierte Zeitung, die teuer produziert und mit immensem Aufwand physikalisch distribuiert werden muss – und trotzdem am nächsten Tag im Altpapiercontainer landet.
Wahre Mass Customization schafft persönliche Produkte, an denen man jahrelang seine Freude hat.