Nach dem nun endlich der Geschenke-Finder online gegangen ist, konnte wieder Zeit gefunden werden, die Interview-Reihe fortzusetzen.

Dieses Mal steht Andreas Milles von Spreadshirt Rede und Antwort. Für alle die ihn oder Spreadshirt noch nicht kennen sollten, geht es in der ersten Frage gleich mit einer Vorstellung vor. Viel Spaß!

Andreas Milles von Spreadshirt im Interview

Hallo Andreas, Du bist Brand Evangelist bei Spreadshirt. Kannst Du dich und das Unternehmen, für die Wenigen die Spreadshirt noch nicht kennen, kurz vorstellen?

Hi, mein Name ist Andreas Milles. Ich bin bei Spreadshirt für „Marke & Kommunikation“ verantwortlich. Also dafür, dass Spreadshirt bekannter wird. In den letzten Monaten habe ich mich vor allem mit dem Print-Katalog, unserer Fernsehwerbung, und einem API Wettbewerb beschäftigt. Ansonsten bin ich auch Ansprechpartner für „Social Media“, alles rund um unsere Blogs oder unser Engagement bei Facebook und dergleichen.

Als einer der ersten „Individualisten“ auf dem Markt, habt ihr bereits eine längere Firmengeschichte. Wie würdest Du das heutige Spreadshirt im Vergleich zu den Anfängen 2001-2003 sehen?

Ich bin „erst“ seit sechs Jahren am Start, zähle aber trotzdem bereits für viele als „Dinosaurier“ — vor allem, wenn ich mir so überlege wie viele Leute mich auf Konferenzen ansprechen „Und, immer noch bei Spreadshirt?!?“. Vielleicht sollte ich mir dazu mal ein T-Shirt machen.

Äh, zu Deiner Frage: Im Vergleich zu früher kriege ich deutlich weniger Mails, habe aber mehr Skype Kontakte, und ich habe auch eine etwas gesündere „Work/Life Balance“. Sprich: es ist ein Mix aus Startup-Kultur und einem gut aufgestellten, internationalen Unternehmen. Vielleicht eher etwas, was im Vergleich zu früher gleich geblieben ist: Spreadshirt entwickelt sich stetig weiter, es gibt noch immer viel zu lernen und die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren. Wie z.B. der Katalog, den wir letztes Jahr gestartet haben und mittlerweile in 4 Märkten anbieten.

Ihr seid einer der wenigen Anbieter im Bereich Mass Customization, bei denen der Kunde die Möglichkeit hat seine Bestellung bei Nichtgefallen, gegen Rückerstattung des Kaufpreises zurück zu senden. Laut Gesetzt währt ihr dazu jedoch nicht verpflichtet. Was hat euch dazu bewogen, diesen Service trotzdem anzubieten?

Wir wollen unseren Partnern und Kunden einen guten Service bieten, und dass sie gerne bei uns einkaufen. Auch ein zweites Mal. Dazu gehört, dass wir nicht die Katze im Sack anbieten. Natürlich tun wir einiges, damit man nicht erst in dem Moment, in dem man das Paket aufmacht, denkt „Na, das habe ich mir aber ganz anders vorgestellt.“ Dennoch und ganz gleich wie gut man das Produkt online abbildet: wir können (zumindest bislang noch) nicht das gleiche Erlebnis bieten wie ein klassisches Ladengeschäft, wo man ein T-Shirt anfassen, anprobieren kann. Des weiteren sind es individuelle Shirts, d.h. häufig hat man eben als Kunde keinen exakten Vergleich. Daher gehört ein kulanter Service für uns mit dazu.

Eine T-Shirt mit individuellem Aufdruck lässt sich ja nur sehr schwer wieder verkaufen. Was passiert mit den zurückgesandten Produkten?

Zum Glück ist die Kundenzufriedenheit sehr hoch, und die Reklamationsquote gering (zwischen 2-3%). Trotzdem oder gerade deswegen sind wir natürlich immer auf der Suche nach passenden Ideen, wie man die Shirts noch nutzen kann. Sitzmöbel und Vorhänge haben wir zum Beispiel schon draus gemacht. Falls Ihr weitere Ideen habt, immer her damit.

Abgesehen davon haben wir eine „Reklakiste“, aus der sich hin und wieder Mitarbeiter bedienen dürfen, einiges wird an soziale Einrichtung gesponsert, manches leider auch weggeworfen bzw. geshreddert. Dennoch kein Vergleich zu den Mengen, die ein „klassischer“ Modehersteller Jahr für Jahr am Markt vorbei fabriziert.

Aber auch eine beispielhafte Kulanz muss sich ja für ein Unternehmen rechnen. Wir kann das wirtschaftlich funktionieren?

Ein zufriedener Kunde kauft gerne auch ein zweites oder drittes Mal bei uns ein. Die Kosten für die „Kundengenerierung“ spart man sich ja dann direkt, für uns rechnet sich das also schon. Und wenn man an den Kunden denkt, sowieso.

Was bringt die Zukunft? Kannst du schon Neuerungen verraten die in der nächsten Zeit auf eure Kunden warten?

Woah, schwierige Frage. Es ist vieles in der Mache. Zum einen denken wir an eine Erweiterung des Sortiments, zum Beispiel in Richtung Arbeitsbekleidung. Dann haben wir eine Reihe von Erweiterungen unserer Plattform geplant, zum Beispiel für Social Media (ein Facebook Shop ist bereits im Beta Test), auf dem Amazon Marktplatz etc.. Für Partnershops wird irgendwann demnächst der neue T-Shirt Designer kommen. Auch das Aussehen des Standardshops wird überarbeitet. Alles in allem wird es viele kleine Änderungen geben, die in der Summe unsere Plattform hoffentlich immer noch ein bisschen besser machen.

Und zum Schluss wie immer: Welches Wunschprodukt, mit Ausnahme eurer eigenen Produkte, gehört zu Deinen Favoriten?

Ich liebe Mymüsli und finde Mystofftier eine sehr schöne Idee. Faszinierend finde ich auch, wenn Zeitschriften mit personalisierten Titeln oder gar Inhalten erscheinen. Aber insgesamt freut mich, dass der gesamte „DIY“ und „Mass Customization“ Sektor aufblüht, da man damit nicht nur immer genau das Passende bekommt, sondern häufig eben auch nachhaltiger konsumiert.

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